Seestadt fotografiert aus dem 3. Stock des Flederhauses

Mit dem neuen Wiener Stadtteil „aspern Die Seestadt Wiens“ entsteht in einer Bauzeit von ca 2 Jahrzehnten bis ca 2028 ein neuer Lebensraum für ca. 20.000 Menschen, die hier wohnen, und weiteren ca 20.000 Menschen, die hier abeiten werden.

Ein solcher Stadtraum hat vielfältige urbane Funktionen: Neben Wohnen und Arbeiten muss auch das Bedürfnis nach sozialer Infrastruktur in die Stadteilentwicklung einbezogen werden.

Die Seestadt fungiert als Stadtlabor der Smart City Wien, als ein Ort, wo smarte Ideen, Technologien und Konzepte ausprobiert werden. „Es ist ein Best-Practice-Modell moderner Stadtentwicklung mit sozialer und funktionaler Durchmischung“, sagt der Wohnbaustadtrat Michael Ludwig.

Aspern Seestadt wird eine Fläche von ca. 240.000 m² umfassen, davon ca 40.000 m² Grünfläche. Der Seepark, der auch den aus Grundwasser gespeisten See enthält, ist mit einer Größe von ca 14.000 m² die größte zusammenhängende Grünfläche  in einem Stadtentwicklungsgebiet.  Aspern Seestadt ist -bei aller Urbanität- also ein sehr grüner Stadtteil.

2016 leben ca 6.000 Menschen hier. Es gibt  999 gefördert errichtete Wohneinheiten auf 6 Bauplätzen, davon ein Studierendenwohnheim mit 318 Heimplätzen und  5 Baugruppen mit 179 Wohnungen. Die Infrastruktur ist gut ausgebaut, es gibt Einkaufsmöglichkeiten, Schule, Kindergarten, ÄrztInnen, sogar eine Polizeiinspektion und ein Seelsorgezentrum.

Aber auch die ersten Unternehmen haben sich angesiedelt, zb Wien Work, einer  der größten Arbeitgeber Wiens im sozialen Bereich mit rund 600 MitarbeiterInnen. Oder der Technologiekonzern Hörbiger (Kompressor-, Automatisierungs- und Antriebstechnik), der im Juni 2016  seine neuerrichtete Zentrale bezogen hat, ca 500 Menschen arbeiten jetzt dort.

Aspern Seestadt ist mit der U2 vom Karlsplatz aus in 31 Minuten zu erreichen, zum Vergleich: vom Karlsplatz nach Leopoldau sind es 21 Minuten, nach Hütteldorf 18 Minuten.

Noch was: Die neuen Straßen tragen fast nur Namen von Frauen, von Hannah Arendt über Josefine Hwawelka bis zu Janis Joplin. Und der See ist bis jetzt namenlos geblieben.

seeStadt_800x400_about